Oberflächenbehandlung von Parkett

Parkett schleifen und versiegeln

Holz - Kaum ein anderer Werkstoff ist so natürlich und sinnlich. Darüber hinaus hat das Material einen positiven Einfluss auf das Raumklima. Besonders als Boden zeigen Eiche, Buche und andere Hölzer ihre ganze Vielfalt.

Parkett ist die schönste Art und Weise. Es ist in den verschiedensten Ausführungen und Holzarten erhältlich, sodass den individuellen Wünschen und dem individuellen Wohlbefinden nichts im Wege steht. Es gibt zahlreiche Varianten - vom klassischen Ein-Stab-Parkett über Fischgrätparkett bis hin zu Parkett mit Flechtstruktur. So ist für jeden Geschmack, jede Raumgröße und jeden Einrichtungsstil etwas passendes dabei. Ob Fertig- bzw. Mehrschichtparkett, hochwertiges Massivholz- oder Mosaikparkett (Unterart des Massivparketts). Ob Stäbchen, Fischgrät oder als Intarsienarbeit – Parkett bietet eine große Vielfalt und gilt bis heute als der repräsentativste unter den Fußböden. Unsere Parkettverlegeprofis aus Hamburg beraten Sie gerne zu Ihren Wünschen und Vorstellungen.

Mit der richtigen Oberflächenbehandlung haben Sie noch lange Freude an Ihrem hölzernen Bodenbelag. So können ihm weder Schmutz noch Feuchtigkeit etwas anhaben. Zudem besitzt es eine recht hohe Verschleißfestigkeit und hält den Reinigungs- und Pflegeaufwand möglichst gering. Maßgebend für die Wahl der Oberflächenbehandlung ist die zu erwartende Beanspruchung des Bodens und der Verwendungszweck des Raumes.

Der Holzboden wird nach der Verlegung bzw. dem Abbinden des Klebstoffes vor Ort geschliffen, gesäubert und behandelt. Grundsätzlich bieten sich für seine Behandlung zwei Möglichkeiten an: Ölen und Wachsen oder Versiegeln mit Lacken.

Oberflächenbehandlung Parkett Hamburg

Der erste Schliff

Für das Abschleifen von alten Holzböden werden Walzenschleifmaschinen verwendet. Der erste Schliff ist egalisierend, somit ist dieser Schliff der wichtigste. Um einen Parkettfußboden für die anschließende Versiegelung vorzubereiten sind mehrere Schleifgänge mit verschiedenen Körnungen erforderlich.

Während der erste Schliff dazu dient, sämtliche Überstände und Verunreinigungen zu beseitigen, dienen die folgenden Schliffe lediglich der Verfeinerung der Oberfläche. Die Anzahl der erforderlichen Schleifgänge richtet sich nach Größe und Umfang der Überstände und der Holzart. Die Art der Schleifmaschinen spielt ebenso eine Rolle wie die Anforderungen, die an die Oberfläche gestellt werden. Anschließend folgen weitere Maßnahmen zum Schutz des Holzes wie z.B. das Ölen, Wachsen oder die Parkettversiegelung.

Öle und Wachse für Parkettböden

Öle und Wachse sind beide nicht filmbildend. Daher bleiben stärker strukturierte Hölzer mit einer solchen Oberfläche weniger kratzempfindlich und leichte Beschädigungen gehen in der Textur unter.

Öle dringen in das Holz ein und sorgen für eine Imprägnierung. Die erzielte Oberfläche ist meist offenporig. Die Behandlung mit Ölen festigt sie und macht sie widerstandsfähiger gegenüber äußerlichen Einwirkungen. Die Struktur und Farbe des Holzes werden dabei betont und ein sanfter, seidiger Schimmer kommt hinzu. Die Oberfläche und Haptik bleiben dabei weitgehend erhalten und natürlich.

Wenn Sie Kinder haben oder Allergiker sind, sind natürliche Öle, wie zum Beispiel Leinöl, besonders empfehlenswert. Sie sind überwiegend duftneutral und enthalten wenige oder keine Lösungsmittel. Die ungehinderte Feuchteregulierung eines geölten Holzbodens beeinflusst zudem das Raumklima positiv.

Wachse gibt es als natürliche, halbsynthetische und synthetische Variante. Sie können hart, pastös oder flüssig sein. Für die Oberflächenbehandlung ist das Heißwachsen (80°C) und Heißeinbrennen (160°C) geeignet. Sie werden dabei von Lösungsmitteln an- bzw. aufgelöst und quellen bei Wassereinwirkung. Die Holzporen bleiben offen. Wachse können auch mit Ölen kombiniert verwendet werden.

Versiegelungen

Im Gegensatz zum Ölen und Wachsen werden die Holzporen durch Versiegelungen gefüllt und eine feste Verschleißschicht erzeugt, die vor Abrieb und Kratzern schützt und das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindert. Je höher die Schichtstärke, desto höher ist auch die Haltbarkeit. Die einzelnen Parkettversiegelungen unterscheiden sich dabei hinsichtlich ihrer chemischen Zusammensetzung, ihrer Verarbeitbarkeit und darin, ob sie glänzend, halbmatt oder matt sind.

Beim Versiegeln ist die verringerte Rutschsicherheit des Holzbodens zu beachten. Das Holz kann auf Grund der geschlossenen Poren unter der Versiegelung nicht „atmen" und insofern auch das Klima nicht positiv beeinflussen.

Parkett renovieren und sanieren

Wenn Ihr Parkettboden alters- oder nutzungsbedingt Spuren wie Kratzer, Flecken, Dellen, Verfärbungen oder Laufspuren aufweist, lässt sich die ursprüngliche Optik mit einem sauberen Schliff und einer neuen Oberflächenbehandlung wieder herstellen. Dabei sollte man vor einer Renovierung oder Sanierung stets die Schäden und Gegebenheiten genau bestimmen. Welche Verformungen und Verfärbungen sind eingetreten? Sind Risse entstanden? Um welche Beschichtung handelt es sich? Wie dick ist die Nutzschicht?

Je nachdem wie stark die Beschädigung ist, kann diese schon bereits mit einem leichten Anschleifen beseitigt werden. Für Kratzer und kleine Löcher, die beispielsweise durch Splitt entstehen, gibt es Reparatursets auf Hartwachsbasis. Das Wachs wird dabei erhitzt und mit Farben versetzt, sodass es den Originalton des Holzbodens erhält. Abschließend werden die ausgebesserten Makel geölt oder versiegelt. Anders sieht es bei großen Schäden aus. Hier ist ein vollständiges Abschleifen des Parkettbodens bis auf das rohe Holz nötig. Danach erfolgt wieder das Auftragen der Lackierung.

Sie sollten Ihr Parkett allerdings nicht allzu häufig sanieren lassen. Denn je nach Holzstärke über der Feder – diese kann zwischen 2,5 und 6 mm schwanken – kann es zu einem Durchschleifen der Deckschicht bei Fertigparkett kommen. Um dies zu vermeiden, sollte man die Holzstärke vor jedem Abschleifen prüfen. Bei vollflächig geklebten Fertigparkettelementen ist es alternativ möglich, sie einzeln an der Schadensstelle ersetzen zu lassen. Mosaik- und Massivparkett hat hingegen keine Nut- und Federverbindung und ist 6 - 10 mm dick. Selbst mehrfach abgeschliffen und neu versiegelt ist massives, geklebtes Parkett so über Generationen hinweg in Gebrauch.

Haben Sie weitere Fragen zu Parkett und Parkettböden? Dann kontaktieren Sie gerne unser kompetentes Team aus Bodenlegern und anderen Fachspezialisten aus Hamburg.